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Rücken

Die freie Wirbelsäule besteht aus 24 Wirbeln und weist charakteristische Krümmungen auf. Die Hals- und Lendenwirbelsäule sind nach vorn gekrümmt (Lordose), die Brustwirbelsäule rückwärts (Kyphose). Die Wirbelsäule wird dadurch zu einem S-förmigen, elastisch federnden Stab. Seitliche Verkrümmungen werden Skoliose genannt und sind meist krankhaft. Die Wirbelkörper sind durch die Bandscheiben, die kleinen Wirbelgelenke (Facettengelenke) und Bandzüge miteinander verbunden. Die Rückenmuskulatur besteht aus tiefen und oberflächlichen Muskeln, erhält die aufrechte Körperhaltung, stabilisiert und ermöglicht die Bewegung.

Typische Erkrankungen

Degenerative Veränderungen wie Spondylarthrosen, Osteochondrosen
Spondylarthrosen sind Verschleißerkrankungen der Zwischenwirbelgelenke. Charakteristisch ist ein Rückenschmerz, häufig kommt es jedoch zur pseudoradikulären Ausstrahlung.

Bei der Osteochondrose findet sich eine Verschmälerung des Zwischenwirbelraums mit entzündlichen Reaktionen der angrenzenden Wirbelkörperendplatten und Bildung von Knochenanbauten (Spondylophyten).

Spinalkanalstenose
bedeutet eine Einengung des Spinalkanals durch Weichteilgewebe und/oder Knochen. Typisch ist die Claudicatio-Spinalis-Symptomatik mit Beinschmerzen beim Stehen und Gehen. Die Beschwerden bessern sich beim Vornüberbeugen und im Sitzen.

Spondylolisthese
bezeichnet die Verschiebung zwischen zwei Wirbeln auf dem Boden einer Läsion oder Fehlbildung der Interartikularportion. Rücken- und Beinschmerzen sind die Leitsymptome.

Bandscheibenvorfall
Hier tritt Bandscheibenmaterial aus dem degenerativ vorgeschädigten Anulus fibrosus in den Spinalkanal aus und es kommt zu einer Nervenwurzelkompression mit häufig radikulärer Ausstrahlung. 80 bis 90% der lumbalen Bandscheibenvorfälle sprechen gut auf eine konservative Therapie an. Bei Lähmungen besteht eine OP-Indikation.

Skoliose
Bei der Skoliose finden sich eine Seitverbiegung der Wirbelsäule und gleichzeitig eine rotatorische Fehlstellung. Es bilden sich im Brustbereich ein Rippenbuckel und im LWS-Bereich ein Lendenwulst. Circa 70 bis 80% aller Skoliosen sind idiopathisch, d. h. deren Ursachen bleiben letztendlich ungeklärt.

Konservative Therapie

Die meisten Erkrankungen sprechen sehr gut auf die konservative Therapie an und eine operative ist nicht erforderlich.

Sehr gut hilft manuelle Medizin, wertvoll ist häufig die Anlage von Kinesiotapes zur Veränderung des Muskeltonus und zur Schmerzlinderung.

Die Gabe von Schmerzmedikamenten nach WHO-Stufenschema ist frühzeitig und ausreichend sinnvoll, sodass kein Schmerzgedächtnis entsteht.

Schmerztherapeutisch kommen wirbelsäulennahe Infiltrationen (Facetteninfiltrationen, ISG-Infiltrationen) mit einem Lokalanästhetikum und optional zusätzlich mit einem Kortison zum Einsatz. Triggerpunkt-Infiltrationen sowie Neuraltherapie helfen ebenfalls, den Schmerzzyklus zu durchbrechen.

Ein alternativer und vor allem nebenwirkungsfreier Baustein in der Schmerztherapie ist die Körperakupunktur.

Begleitend erfolgt eine Physiotherapie zur Haltungsschulung und Kräftigung der Muskulatur.

Ziel in der Therapie der Skoliose ist die Verhinderung der Progredienz, die Korrektur der bestehenden Krümmung und das Aufrechterhalten des erzielten Korrekturergebnisses. Grundvoraussetzung ist ausreichendes Längenwachstum. Zur Verfügung stehen eine spezielle Physiotherapie nach Katharina Schroth, eine Korsettbehandlung mit einem Cheneau-Korsett und nur in Einzelfällen eine Operation.

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