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Bauch / Abdomen

In der Bauchhöhle befinden sich, geschützt durch die Bauchwand, die wesentlichen für die Verdauung zuständigen Organe. Nach oben schließt das Zwerchfell die Bauchhöhle zum Brustraum ab, nach unten endet sie mit dem Beckenboden.
Unsere Praxis ist spezialisiert auf die Erkrankungen im Bereich der Bauchwand, der Gallenblase, sowie des Wurmfortsatzes („Blinddarm“).

Hernien

Als Hernie wird eine Lücke (Bruch) in der tragenden Schicht der Bauchwand bezeichnet. Diese Lücken können angeboren sein oder im späteren Leben auftreten. Der Begriff Hernie leitet sich von dem griechischen Wort für Knospe ab. Umgangssprachlich wird seit dem Mittelalter von einem „Bruch“ gesprochen (obwohl „Riss“ zutreffender wäre), da die Bauchwand nachgibt und auseinanderweicht. Es drücken sich Eingeweide aus der Bauchhöhle (in einem Bruchsack aus dem Bauchfell) durch die Bruchpforte in das Unterhautfettgewebe.

Abhängig von der Körperregion wird von einem Leistenbruch, einem Nabelbruch oder, nach Operationen, von einem Narbenbruch gesprochen.

Hernien verheilen nicht von allein, sie können nur durch eine Operation verschlossen werden; müssen sie jedoch nicht unbedingt, solang keine Beschwerden bestehen.

Sollten Sie starke Schmerzen, Übelkeit oder Fieber haben, ist sofortige ärztliche Hilfe nötig, denn dann könnte der Darm eingeklemmt sein.

 

Typische Erkrankungen

Der Leistenbruch
Ein Leistenbruch tritt bei Männern ca. zehnmal häufiger auf als bei Frauen und ist die häufigste Hernie. Er kann sowohl angeboren sein, als auch im Verlauf des Lebens auftreten. Beim Mann entwickelt sich die Bruchgeschwulst entlang des Leistenkanals bis in den Hodensack.

Der Nabelbruch
Der Nabel ist eine weitere Schwachstelle in der Bauchwand. Meist tritt dieser Bruch unbemerkt und schmerzlos auf, kann aber im Verlauf zu Komplikationen führen.

Der Narbenbruch
Diese spezielle Bruchform kann nach einer Operation im Bauchraum auftreten, wenn die resultierende Narbe dem Druck des Bauchraumes nicht standhalten kann. Sie zeigt sich meistens im Verlauf des ersten Jahres nach einem Eingriff.

Therapieformen

Was spricht für eine Operation?
Die meisten Menschen lassen sich umgehend operieren, weil der Bruch schmerzt oder lästig ist. Darüber hinaus wird die Hernie mit der Zeit größer und damit nehmen die Beschwerden und das Einklemmungsrisiko zu.

Ein weiterer Grund ist, möglichen Komplikationen vorzubeugen: Wenn Darm durch die Bruchstelle tritt, kann er einklemmen oder sich verdrehen. Dies ist zwar eher selten, kann aber zum Darmverschluss führen. Wird der eingeklemmte Darm nun nicht mehr durchblutet und stirbt ab, muss sofort operiert werden.

Wie wird operiert?
Die Operationstechniken unterscheiden sich in der Art des Eingriffs und der möglichen Verwendung einer zusätzlichen Unterstützung (Kunststoffnetz). Bei allen Operationen wird der Bruchinhalt zurück in die Bauchhöhle gebracht und anschließend die Bruchpforte mit oder ohne Unterstützung eines Kunststoffnetzes verschlossen. Die Vorteile der Implantation eines Kunststoffnetzes sind ein geminderter OP-Schmerz, eine frühzeitigere Belastbarkeit und die Minimierung des Rezidiv-Risikos (erneutes Auftreten einer Hernie).

Im Rahmen des Vorgesprächs beraten wir Sie, welches Verfahren im entsprechenden Fall am geeignetsten ist, führen die schriftliche Aufklärung über die Operation durch und planen die Operation anhand Ihres Befunds. In den Tagen vor der Operation benötigen Sie eine Untersuchung durch Hausarzt / Internisten, Laborkontrolle und ggf. weitere Untersuchungen.

  • Ist die Operation ambulant geplant, besprechen Sie vorab die Narkose in einem individuellen Termin mit dem Narkosearzt (Anästhesist). Sie dürfen dann, nachdem Sie sich von Ihrer kurzen Narkose erholt haben und es Ihnen gut geht, nach Hause gebracht werden. Am nächsten Tag kommen Sie ins OCW um die Wunde kontrollieren zu lassen.
  • Ist Ihre Operation im Krankenhaus geplant, werden Sie am Tag vor der Operation im Rahmen der präoperativen Aufnahme in der Rotkreuzklinik Würzburg mit dem Narkosearzt sprechen. Am Morgen des Operationstags kommen Sie dann zur stationären Aufnahme ins Krankenhaus (Rotkreuzklinik Würzburg).
    Die Dauer des Aufenthaltes richtet sich nach der Art des Eingriffs und Ihrer Erholung im Anschluss. In der Regel können Sie 3 Tage nach der Operation nach Hause entlassen werden.

Empfehlung für‘s Krankenhaus:

  • Feste Schuhe (Sportschuhe) für einen sicheren Gang
  • Kopfhörer für Fernseher und Radio im Krankenhaus

Techniken

  • TAPP-Technik

Bei der TAPP-Technik wird im Rahmen einer minimalinvasiven Bauchspiegelung der Bruch verschlossen. Das Kunststoffnetz wird von innen an der Bruchpforte in der Leiste platziert und verschließt so die Lücke.

  • TEPP-Technik

Bei der TEPP-Technik wird im Rahmen einer minimalinvasiven Operation der Bruch verschlossen. Das Kunststoffnetz wird hinter der Bauchdeckenmuskulatur an der Bruchpforte in der Leiste platziert und verschließt so die Lücke.

  • Lichtenstein-Technik

Bei der Technik nach Lichtenstein oder der Sublay-Technik wird der Bruch von außen repariert. Ebenfalls wird er durch ein Kunststoffnetz unterstützt. Diese Operation kann auch ambulant durchgeführt werden.

  • Shouldice

Bei noch nicht ausgewachsenen Patienten, oder wenn eine Netzimplantation keinen Vorteil bringt, empfehlen wir dagegen eine Operationstechnik, bei der die Bruchpforte ohne Netz verschlossen wird.

Nachbehandlung

  • Nach einer Operation mit Unterstützung durch ein Kunststoffnetz (TAPP, Lichtenstein, Sublay) ist eine leichte Belastbarkeit im Alltag direkt möglich. Sie sollten sich jedoch schonen und insbesondere auf das Heben von größeren Gewichten verzichten.
  • Eine Arbeitsunfähigkeit ist abhängig von der Tätigkeit für 10 bis 20 Tage zu erwarten. Im Anschluss an diese erste Phase sollten lediglich Spitzenbelastungen vermieden werden.
  • Nach 6 Wochen ist die volle Belastbarkeit in der Regel möglich.
  • Nach der OP empfehlen wir:– Duschpflaster aus dem Drogeriemarkt / Apotheke– Weite Hose ohne festen Bund (Trainingshose o.ä.) in den ersten Tagen nach der OP

Gallenblase

Die Gallenblase ist ein unter der Leber liegendes Organ, das der Sammlung von Gallenflüssigkeit dient. Die Gallenflüssigkeit wird in der Leber gebildet, die Flüssigkeit sammelt sich in kleinen Gefäßen, diese werden in immer größeren Kanälen zusammengeführt und münden dann in einen Hauptgallengang. Die Gallenflüssigkeit dient der besseren Verdauung von Fetten. Diese werden durch die Gallenflüssigkeit wasserlöslich gemacht, ähnlich „wie ein Spülmittel das Fett in der Pfanne auflöst“. Die Gallenflüssigkeit wird im Zwölffingerdarm dem im Magen vorbereiteten Speisebrei zugemischt.

In der Gallenblase wird die Gallenflüssigkeit lediglich vorübergehend gespeichert, um sie bei Anfall von Fetten in erhöhter Konzentration dem Speisebrei zuzumischen. Da die Gallenflüssigkeit in der Gallenblase konzentriert (eingedickt) wird, entstehen hierbei häufig kleine Kristalle. Diese Kristalle wachsen dann weiter und werden zu Gallensteinen. Gallensteine gibt es in verschiedensten Größen, Formen, Farben und Anzahl. Insbesondere die sehr kleinen oder sehr großen Steine machen Beschwerden. Da in der Gallenblase die Flüssigkeit nur gesammelt wird, ist ein Leben ohne Gallenblase problemlos möglich.

 

Typische Erkrankungen

Gallensteine
Die Entwicklung von Gallensteinen ist die mit Abstand häufigste Erkrankung der Gallenblase, andersherum gibt es aber auch kaum Erkrankungen der Gallenblase die nicht zur Bildung von Steinen führen. Typische Beschwerden für ein Gallensteinleiden sind Beschwerden unter dem rechten Rippenbogen, häufig auftretend nach Nahrungsaufnahme, insbesondere dann bei gerösteten, fetten, süßen Speisen, gern auch in Verbindung mit Alkohol. Kommt es zu wellenförmigen, „wehenartigen“ Schmerzen spricht man von Gallenkoliken.

Gallenblasenentzündung
Durch die Gallenblasensteine kommt es zu einer Reizung der Gallenblasenwand, diese lässt sich in geringerem Maße bei jedem länger anhaltenden Gallensteinleiden nachweisen. Innerhalb kurzer Zeit stark zunehmende Schmerzen in Verbindung mit Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl sprechen für eine akute Entzündung der Gallenblasenwand. Hier ist eine umgehende operative Versorgung oder Gabe von Antibiotika dringend erforderlich.

Gallenblasenkrebs
Eine seltenere bösartige Erkrankung ist die Entwicklung von Gallenblasenkrebs, dies ist häufig ohne wesentliche Beschwerden. Neben der operativen Entfernung der Gallenblase ist hier meist eine weiterreichende operative Gewebeentnahme erforderlich, häufig auch eine zusätzliche Chemotherapie.

Therapieformen

Konservativ
Beim sogenannten Zufallsbefund von Gallensteinen im Rahmen einer Routinesonografie darf abgewartet werden. Typischerweise finden sich hier 2 oder 3 Steine von 1-2 cm Größe mit ausreichend Flüssigkeit um die Steine herum und ohne sichtbare Wandverdickung der Gallenblase. Eine Auflösung solcher Steine ist aber nicht möglich.

Nicht operatives Eingreifen
Häufig wird die Möglichkeit einer Zertrümmerung von Gallensteinen mit einer Stoßwelle angesprochen. Handelt es sich um mehrere kleine Steine hat die Stoßwelle kaum Aussicht auf Erfolg, ähnlich einem „Tritt gegen einen Reissack, bei dem kein einziges Reiskorn kaputt geht“. Handelt es sich dagegen um ein oder zwei große Steine können diese zwar zertrümmert werden, müssen dann aber über den Gallengang vom Körper ausgespült werden. Dies kann schmerzhafte Koliken oder eine lebensgefährliche Bauchspeicheldrüsenentzündung hervorrufen.

Operativ
Bei einer laparoskopischen Cholezystektomie wird die gesamte Gallenblase mitsamt den darin enthaltenen Steinen über 4 Schnitte von 1-3 cm Länge entfernt. Diese Operation gilt als Goldstandard der Behandlung des Gallensteinleidens.

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