Hüftprothese
Die Hüftprothese zählt zu einer der erfolgreichsten Operationen in der Medizin und wird als „Die Operation des Jahrhunderts“ bezeichnet, weil sie die Schmerzfreiheit und Mobilität schnell wieder herstellt.
Durch eine minimal-invasive OP-Technik (vorderer Zugang) werden Muskeln und Nerven geschont. Eine schmerzadaptierte Vollbelastung ist unmittelbar nach der Operation möglich und der Blutverlust um die Operation ist sehr gering, so dass man schnell wieder fit ist.
Welches Implantat?
Durch eine Hüftprothese wird das gesamte Gelenk (Pfanne und Kopf) ersetzt. Je nach Alter, Knochenqualität und Gelenkform werden unterschiedliche Implantate mit fein abgestuften Größen verwendet.
In das Becken wird eine Pfanne aus Metall mit hochvernetztem Polyethyleneinsatz (Inlay) fest verankert. Daneben gibt es auch titanbeschichtete Polyethylenpfannen als Monoblockpfannen (einteilige Pfannen).
Ein Schaft aus Metall mit einem Aufsteckkopf (Keramik) wird in den Oberschenkel implantiert.
Der knochensparende Kurzschaft, der „Standardschaft“ und sogar individuell angefertigte Schäfte stehen zur Verfügung. Auch im Bereich der Pfanne kann auf unterschiedliche Modelle für die Primär- und Wechseleingriffe zurückgegriffen werden.
Bei sehr weichem Knochen (Osteoporose) können insbesondere der Schaft, seltener auch die Pfanne mit einem speziellen Knochenzement stabil verankert werden.
Nachbehandlung
Eine schmerzadaptierte Vollbelastung ist unmittelbar nach der OP möglich. Physiotherapie und Gangschule werden täglich durchgeführt, so dass bereits nach ca. 3–6 Tagen die Entlassung geplant werden kann. Im Anschluss an den stationären Aufenthalt findet in der Regel eine 3-wöchige ambulante oder stationäre Reha statt.
Nach Abtrainieren der Unterarmgehstützen können Sie nach ca. 4–6 Wochen wieder Autofahren. Extreme Bewegungen, wie die tiefe Hocke oder ein Überschlagen der Beine, sollten in den ersten 3 Monaten vermieden werden.
Sport & Prothese
Generell ist jeder Sport auch mit einer Hüftprothese möglich. Dennoch sollten Kontakt- und Risikosportarten aufgrund des Sturz- und Verletzungsrisikos vermieden werden. Radfahren, Walken, Gymnastik und Schwimmen können problemlos durchgeführt werden.

Interview mit PD Dr. med. Weißenberger
Hilfe für die Hüfte
Das gesamte Interview aus Frau im Leben / plus Magazin April 2024 können Sie hier als PDF herunterladen: Download
Fallkompendium von PD Dr. med. Weißenberger
Komplexe, primäre Hüftendoprothetik bei Rapidly Destructive Osteoarthritis (RDO) der Hüfte
Den gesamten Artikel von AQ Solutions können Sie hier als PDF herunterladen: Download

