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Impingementsyndrom der Hüfte

Das Wort Impingement ist aus dem englischen Wortschatz übernommen und bedeutet „Engpass / Zusammenstoß“.
In der Hüfte versteht man hierunter ein zu heftiges Auftreffen oder eine Enge. Es geht um die relative Enge zwischen der Hüftpfanne und dem Schenkelhals oder ein zu frühes Aneinandertreffen der Gelenkpartner bei Beugung.

Da es sich um einen gefühlten Engpass zwischen dem Femur (lat. Wort für Oberschenkel) und dem Acetabulum (lat. Wort für Hüftpfanne) handelt wird es in der Medizin als femoroacetabuläres Impingement bezeichnet. (Kurzform: FAI)

Definiert ist das femoractabuläre Impingement Syndrom als eine Trias aus Symptomen, klinischen Zeichen und entsprechender Bildgebung (Röntgen, MRT oder CT)

Die drei wichtigsten Impingement-Formen sind:

CAM – Impingement

Der Begriff stammt vom englischen Wort „Cam“  –  „Nockenwelle“ ab.
Wir bezeichnen so den Formfehler im Bereich des Überganges von Hüftkopf zum Schenkelhals.

Am Übergang vom Hüftkopf zum Schenkelhals befindet sich „zuviel“ Knochen. Dieser Buckel wird bei jeder Beugung in das Hüftgelenk gepresst. Durch diesen Druck kann der Knorpel geschädigt werden, sowie die Gelenklippe einreissen.
Diese Gelenkverletzungen führen zum vorzeitgen Verschleiß, der Arthrose.

Dieser Formfehler ensteht am Ende des Wachstumsalters. Aber auch Folgen von Verletzungen und andere Erkrankungen können zu diesem Formfehler führen.
Ein viel diskutierter Risikofaktor scheint die sportliche Belastung im Alter von 13-17 Jahre zu sein.

Im diesem Video ist der Wirkmechanismus des Cam-Impingements dargestellt. Man erkennt den Einriß in die Gelenklippe, als auch die beginnende Ablösung des Gelenkknorpels.

Das folgende Animation zeigt Ihnen, wie eine CAM Resektion funktioniert.

Pincer – Impingement

Der Name leitet sich von dem englischen Wort „Pincer – Kneifzange“ ab.  Die Hüftpfanne umschliesst den Hüftkopf an eigen Stellen oder sogar über das normale Maß hinaus. Hierdurch eng die Pfanne den Bewegungsradius des Hüftkopfes ein. Der Hüftkopf wird sprichwörtlich in die Zange genommen.

Entwicklungsbedingt zeigen manche Beckenformen eine Prädisposition für diese Art des Impingements. Selten sind Folgen einer Verletzung oder einer sportlichen Überlastung Grund für das Auftreten des Pincer – Impingements.

Im Video werden die möglichen Folgen eines Pincer-Impingements beschrieben.
Man erkennt die Schädigung der vorderen Gelenklippe durch den frühen Anschlag, als auch die später auftretende Schädigung der hinteren Knorpelanteile durch die Hebelwirkung.

Die häufigste Form der Störung im Bereich der Formgebung der Hüfte. Es handelt sich um die Kombination des CAM- mit dem PINCER Impingement. In ca. 80% der Fälle liegt diese Mischform vor. Es besteht eine relative „Über-Überdachung“ der Hüfte und eine vermehrter, prominenter Schenkelhals. Zur Therapie müssen in aller Regel beide Formstörungen behoben werden.

In diesem Video werden die möglichen Folgen eines „mixed type Impingement“ dargestellt.

Bei eingen Problemen der Hüfte kann durch eine konservative Therapie keine Abhilfe geschaffen werden. Ist dies der Fall ist eine Operation zu empfehlen. Der schmerzfreie, langjährige Erhalt des Hüftgelenkes sollte das Ziel der Operation sein.

Belastungsabhängige Schmerzen (während des Sports oder danach), oder Schmerzen bei bestimmten Bewegung oder in bestimmten Positionen (z. B. beim Sitzen oder bei starker Hüftbeugung) sind Gründe eine intensive Diagnostik durchzuführen.
Auch ein Blockade- oder Fremdkörpergefühl im Hüftbereich ist eine Grund für eine weitere Abklärung.

In der Untersuchung,  den ggf. angefertigten Röntgenbilder,  dem Ultraschall oder der MRT Untersuchung (Kernspin-Tomographie) zeigt sich das zugrunde liegende Problem des Hüftgelenkes. Es ist nun zu entscheiden, ob eine konservative Therapie ausreichen kann, oder eine Operation empfohlen werden sollte.

Gründe für eine gelenkerhaltende Operation können unter anderem Folgende sein:
– Formfehler der Knochen (Impingement)
– symptomatische Gelenklippenrisse (Labrum-Einriss)
– freie Gelenkkörper oder größere Verkalkungen
– Knorpelschäden oder Verletzungen des Hüftkopfbandes
– chronischen Schleimbeutelreizungen oder Muskelrissen

Auch bei fehlender Besserung nach intensiver konservativer Therapie kann eine Gelenkspiegelung zur Diagnosesicherung und gleichzeitigen Therapie angedacht werden.

Die Operation wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt und ist weitgehend unblutig. Eine kleine Kamera (das Arthroskop) wird in das Gelenk eingebracht und die Bilder auf einen Monitor übertragen.  Da die gesamte Operation in der Schlüsselloch-Methode (Arthroskop und Spezialinstrumente) erfolgt, nennt man dies eine Arthroskopie.
Unter Zuhilfenahme von verschiedenen speziellen Operationsinstrumenten erfolgt über weitere kleine Hautschnitte die Therapie.

Sollte eine Formstörung der Hüfte (Impingement) vorhanden sein, wird bei der Arthroskopie die Form durch Bearbeitung des Knochens wieder angepasst. Hierdurch kann die Entstehung eine Arthrose vermieden oder zumindest entscheidend verzögert werden.

Liegt ein Einriss der Gelenklippe (sog. Labrumriss) vor, kann der gerissene, schmerzhafte Anteil, entfernt werden. Gesundes, festes Gewebe bleibt erhalten.
Bestimmte Rissformen können sogar über eine Naht zur Heilung gebracht werden. Damit kann der Erhalt der Gelenklippe (ähnlich einer Verletzung des Meniskus im Knie) erreicht werden. In ausgewählten Fällen ist sogar eine Ersatzplastik der Gelenklippe zu empfehlen.

Knorpelschäden werden ebenfalls bearbeitet. Bei größeren Knorpelschäden kann ein Vlies oder ein spezielles Gel zur Verbesserung der Knorpelheilung eingebracht werden.  Für ausgedehnte Knorpelschäden ist sogar die Transplantation von Knorpelzellen über diese Schlüsselloch-Technik möglich.

Alle Bilder werden elektronisch gespeichert. Auf Wunsch werden die Befunde im Anschluß anschaulich erklärt.

Die Dauer des Aufenthaltes richtet sich nach der Art des Eingriffes. Sie kommen am Tag der Operation in unser Krankenhaus und werden 3 bis 4 Tage nach der Operation nach Hause entlassen. Je nach notwendigem Operationsverfahren kann sich aber auch eine längere stationäre Behandlung anschließen.
Die Vorbereitung auf die Operation erfolgt einige Tage vorher und beinhaltet neben einer Untersuchung, der notwendigen schriftlichen Aufklärung über die Operation, ggf. dem Anfertigen neuer Röntgenbilder und der Laborkontrolle auch das Gespräch mit dem Narkosearzt.
Damit nahezu keine Schmerzen in den Tagen nach der Operation auftreten, verfügt unsere Klinik über einen mit hochqualifiziertem Personal besetzten Schmerzdienst, welches die Patienten nach der Operation engmaschig betreut. Besprechen Sie die vielen Möglichkeiten mit Ihrem Narkosearzt.

Jeder Patient erhält nach der Operation ein individuell auf seine Erkrankung und Therapie  angepasstes Protokoll zur Nachbehandlung. Die krankengymnastische Übungsbehandlung mit Bewegungsübungen, Muskelstärkung und Gangschulung ist sehr wichtig. Diese beginnt schon am Tag nach der Operation im Krankenhaus und muss nach Entlassung fortgeführt werden um Ihr Gelenk schnellstmöglich genesen zu lassen. Ein Rezept hierfür erhalten Sie von uns während des Krankenhausaufenthaltes.

Die Belastbarkeit des Hüftgelenkes nach der Operation richtet sich nach dem behandelten Schaden. Teilbelastungen an Unterarmgehstützen von zwei Wochen oder länger dienen der Knorpelheilung. Eine Thromboseprophylaxe mit sog. Heparinspritzen ist in dieser Zeit notwendig.


Ein paar Tipps und Tricks rund um die Operation

Wir empfehlen für danach:
– Duschplaster aus dem Drogeriemarkt / Apotheke
– ggf. ein Plastikhocker in der Dusche (auf rutschfeste Füsse achten!)
– ein Fahrradergometer zur Bewegungstherapie (wir können Ihnen auch eine Bewegungsschiene verschreiben)

– tägliche Heparinspritze und die Indometacin Tabletten nicht vergessen!

Empfehlungen fürs Krankenhaus:
– Feste Schuhe (Sportschuhe) für einen sicheren Gang
– Kopfhöhrer für Fernseher und Radio

Folgende Rezepte sollten Sie von uns bereits vorab erhalten haben:
– Unterarm-Gehstützen
– Kompressions-Bandage (leider übernehmen nicht alle Kassen die Kosten)

– Heparin-Spritzen / Schmerzmittel (Indometacin)
(Beides brauchen Sie zwar erst zuhause, bitte trotzdem vorab besorgen)

– Wir geben Ihnen zur Entlassung ein Rezept für Physiotherapie und Lymphdrainage mit.
– Ihre Krankmeldung erhalten Sie ebenfalls von uns

Impressum

Adresse

OCW Orthopädie Chirurgie Würzburg
Oeggstrasse 3
97070 Würzburg

Telefon 0931 780 918 0
Telefax 0931 780 918-18
info@ocwuerzburg.de

Vertreten durch:
Volker Apell

Berufsrechtliche Angaben

Berufsbezeichnung Arzt verliehen in Deutschland

Ärztekammer
Landesärztekammer Bayern

Zuständige Kassenärztliche Vereinigung
Kassenärztliche Vereinigung Bayerns

Berufsrechtliche Regelungen
Die Berufsordnung ist zu beziehen, beziehungsweise einzusehen, bei der zuständigen Landesärztekammer

Design & Umsetzung

Gestaltung & Konzeption:
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