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Orthopädie und Unfallchirurgie > Hüfte

 

Das Hüftgelenk

huefte_op_ffffff-ddd43914Das Hüftgelenk wird vom Beckenknochen (Beckenpfanne) und Oberschenkelkopf (Hüftkopf) gebildet. Es ist das größte Kugelgelenk des Menschen. Das Hüftgelenk wird beim Stehen, Gehen und Sport zeitweise mit dem Vielfachen des eigenen Körpergewichtes belastet. Der Knorpel des Gelenkes ermöglicht das sanfte Gleiten des Oberschenkelkopfes in seiner Gelenkpfanne. Das elastische Labrum (Gelenklippe) dient der Vergrößerung der Auflagefläche, Abdichtung des Gelenkes und Kraftübertragung zwischen den Gleitflächen von Pfanne und Hüftkopf. Die Stabilität des Gelenkes ist zum einem durch seine Form, zum anderen durch Bänder und Sehnen der Becken-Hüftmuskulatur gesichert. Eine Schädigung des Knorpels oder der Gelenklippe führt bei weiterer gleichbleibender Belastung in aller Regel zum vorzeitigen Gelenkverschleiß, der so genannten Arthrose.
Unser Streben ist, ihr eigenes Gelenk so lange wie möglich zu erhalten!
Reicht eine konservative Therapie zur Behandlung der Erkrankung nicht aus, führen wir notwendige Operationen durch minimalinvasive Eingriffe durch. Der kleinstmöglichen Eingriff ist eine Gelenkspiegelung, die sogenannten Arthroskopie. Hiermait ist es möglich, Schäden am Hüftgelenk frühzeitig zu beheben, ohne dabei die Muskeln und Sehnen wie bei einer herkömmliche Operation weit zu eröffnen und damit zu verletzen. Durch diese minimalinvasiven Techniken ist die normale Funktion und Belastbarkeit schneller wieder hergestellt, die Schmerzen sind geringer und die Rückkehr in ein normales Leben erleichtert.
Auch Erkrankungen der Weichteile, freie Gelenkkörper (z.B. Chondromatose), Risse im Kopfband (Lig. capitis femoris) und der hüftumgebenden Muskeln, Sehnen und Schleimbeutel sind zum Teil durch die arthroskopischen Verfahren zu behandeln.
Ist eine gelenkerhaltende Operation nicht mehr möglich, ist die Implantation einer Endoprothese, einem Ersatz des Hüftgelenks notwendig.

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Impingement der Hüfte

Der Begriff Impingement (engl. Auftreffen/Zusammenstoß) ist im medizinischen vor allem aus der Schulter bekannt.

In der Hüfte versteht man ebenfalls ein zu heftiges Auftreffen / eine Enge unter dem Begriff Impingement. Es geht hierbei um die relative Enge zwischen der Hüftpfanne und dem Hüftkopf mit seinem Hüftkopfhals (auch Schenkelhals genannt) oder ein zu frühes Aneinandertreffen der Gelenkpartner bei starken Beugung.

Da es sich um ein Impingement zwischen dem Femur (lat. Wort für Oberschenkel) und dem Acetabulum (lat. Wort für Hüftpfanne) handelt wird es in der Medizin als femoroacetabuläres Impingement bezeichnet. (Kurzform: FAI)

Man unterscheidet in aller Regel drei verschiedene femoroacetabuläre Impingement-Formen:

Hierunter versteht man die alleinige Störung der Hüftform im Halsbereich. Diese sog. Offset-Störung führt zum Cam (engl. Nockenwelle) – Impingement. Es resultiert ein erhöhter Anpressdruck und eine erhöhte Reibung im Hüftgelenk bei verstärkter Beugung.
Am Schenkelhals befindet sich „zuviel“ Knochen. Dieser Buckel wird bei jeder Beugung in das Hüftgelenk gepresst. Durch diesen Druck kann die Knorpelschicht geschädigt und von ihrer Auflagefläche abgetrennt werden sowie die Gelenklippe einreissen. Diese Gelenkverletzungen führen zum vorzeitgen Verschleiß, der Arthrose. Warum ein vermehrter Knochen am Schenkelhals entsteht ist bis heute unklar.

Im diesem Video ist der Wirkmechanismus des Cam-Impingements dargestellt. Man erkennt den Einriß in die Gelenklippe, als auch die beginnende Ablösung des Gelenkknorpels.

Dieses Video zeigt die CAM Resektion.

Die häufigste Form der Störung im Bereich der Formgebung der Hüfte. Es handelt sich um die Kombination des CAM- mit dem PINCER Impingement. In ca. 80% der Fälle liegt diese Mischform vor.

Es besteht eine relative „Über-Überdachung“ der Hüfte und eine vermehrter, prominenter Schenkelhals. Zur Therapie müssen in aller Regel beide Formstörungen behoben werden.

Im Video werden die möglichen Folgen eines Pincer-Impingements beschrieben. Man sieht die Schädigung der vorderen Gelenklippe durch den frühen Anschlag, als auch die später auftretende Schädigung der unteren Pfannenanteile durch die Hebelwirkung.

Die häufigste Form der Störung im Bereich der Formgebung der Hüfte. Es handelt sich um die Kombination des CAM- mit dem PINCER Impingement. In ca. 80% der Fälle liegt diese Mischform vor. Es besteht eine relative „Über-Überdachung“ der Hüfte und eine vermehrter, prominenter Schenkelhals. Zur Therapie müssen in aller Regel beide Formstörungen behoben werden.

In diesem Video werden die möglichen Folgen eines „mixed type Impingement“ dargestellt.

Hüftarthroskopie

Sollte das Hüftgelenk bei Belastung, Bewegung oder in bestimmten Positionen (z. B. beim Sitzen oder bei starker Hüftbeugung) regelmäßig schmerzen, oder ein Blockade- oder Fremdkörpergefühl im Hüftbereich häufiger auftreten, sollte bei fehlender Besserung nach konservativer Therapie eine Gelenkspiegelung zur Diagnosesicherung und gleichzeitigen Therapie angedacht werden.
In den meisten Fällen zeigen die zuvor angefertigten Röntgenbilder und ggf. MRT Untersuchung (Kernspin-Tomographie) das zugrundeliegende Problem des Hüftegelenkes.
Bei einer rechtzeitigen Arthroskopie (ASK) des Hüftgelenks, können größere Folgeeingriffe bis hin zur Endoprothesenoperation meist vermieden werden. Der langjährige Erhalt des Hüftgelenkes ist das Ziel der Therapie dieser Erkrankungen im jüngeren Lebensalter.

Operationstechnik

Die Operation wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt und ist weitgehend unblutig. Eine Kamera und Operationsinstrumente werden über winzig kleine Hautschnitte eingeführt und die Bilder auf einen Monitor übertragen. Je nach Befund erfolgt dann die Therapie. Liegt z.B. ein Einriss der Gelenklippe (sog. Labrumriss) vor, kann der gerissene Anteil, welcher die Schmerzen verursacht, mit kleinen Schneideinstrumenten entfernt werden bis nur noch gesundes, festes Gewebe vorhanden ist. Bestimmte frische Rissformen können über eine Naht zur Heilung gebracht werden. Damit kann der vollständige Erhalt des Labrums (ähnlich einer Verletzung des Meniskus im Knie) erreicht werden. Techniken mit speziellen Nahtankern und Nahtsystemen kommen hierbei zum Einsatz. Verletzungen des Knorpels können ebenfalls durch verschiedene Techniken behandelt werden.
Alle Bilder werden elektronisch gespeichert. Auf Wunsch werden die Befunde im Anschluß anschaulich erklärt.
Größenmissverhältnisse oder Inkongruenzen (sog. Femoroacetabuläres Impingement >kurz: FAI<) zwischen Hüftkopf und Beckenpfanne sind die Hauptursachen für einen frühzeitigen Gelenkverschleiß, die sogenannte Arthrose.
Sollte eine derartige Erkrankung (andere Begriffe hierfür sind ebenfalls: Offset-Störung, Cam-Impingement, Pincer-Impingement oder mixed-type Impingement) vorhanden sein, wird bei der Arthroskopie die Form durch Bearbeitung des Knochens wieder angepasst. Hierdurch kann die Entstehung eine Arthrose vermieden oder zumindest entscheidend verzögert werden.

Krankenhausaufenthalt

Die Dauer des Aufenthaltes richtet sich nach der Art des Eingriffes. In der Regel wird eine Hüftgelenkspiegelung stationär durchgeführt. Sie kommen am Tag der Operation in unser Krankenhaus und werden 3 bis 4 Tage nach der Operation nach Hause entlassen. Je nach notwendigem Operationsverfahren kann sich aber auch eine längere stationäre Behandlung anschließen.
Die Vorbereitung auf die Operation erfolgt einige Tage vorher und beinhaltet neben einer Untersuchung, der notwendigen schriftlichen Aufklärung über die Operation, ggf. dem Anfertigen neuer Röntgenbilder und der Laborkontrolle auch das Gespräch mit dem Narkosearzt.
Damit nahezu keine Schmerzen in den Tagen nach der Operation auftreten, verfügt unsere Klinik über einen mit hochqualifiziertem Personal besetzten Schmerzdienst, welches die Patienten nach der Operation engmaschig betreut. Besprechen Sie die vielen Möglichkeiten mit Ihrem Narkosearzt.

Nachbehandlung

Jeder Patient erhält nach der Operation ein individuell auf seine Erkrankung angepasstes Protokoll zur Nachbehandlung. Die krankengymnastische Übungsbehandlung mit Bewegungsübungen, Muskelstärkung und Gangschulung ist sehr wichtig. Diese beginnt schon am Tag nach der Operation im Krankenhaus und muss nach Entlassung fortgeführt werden um Ihr Gelenk schnellstmöglich genesen zu lassen.
Die Belastbarkeit des Hüftgelenkes nach der Operation richtet sich nach dem behandelten Schaden. Teilbelastungen an Unterarmgehstützen von zwei Wochen oder länger dienen der Knorpelheilung. Eine Thromboseprophylaxe mit sog. Heparinspritzen ist in dieser Zeit notwendig.

Impressum

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OCW Orthopädie Chirurgie Würzburg
Oeggstrasse 3
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Telefax 0931 780 918-18
info@ocwuerzburg.de

Vertreten durch:
Volker Apell

Berufsrechtliche Angaben

Berufsbezeichnung Arzt verliehen in Deutschland

Ärztekammer
Landesärztekammer Bayern

Zuständige Kassenärztliche Vereinigung
Kassenärztliche Vereinigung Bayerns

Berufsrechtliche Regelungen
Die Berufsordnung ist zu beziehen, beziehungsweise einzusehen, bei der zuständigen Landesärztekammer

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